Stadt Weilheim an der Teck (Druckversion)

Bund der Zähringerstädte

Bronzeskulptur von Herzog Bertold IV.
Bronzeskulptur von Herzog Bertold IV.
Bertold I. und II. von Zähringen
Bertold I. und II. von Zähringen

Weilheim an der Teck wurde 1990 in den Bund der Zähringerstädte aufgenommen. Auch wenn Weilheim keine eigentliche Gründung der Zähringer ist, so stand hier im 11. Jahrhundert deren Stammsitz auf der Limburg. Die Verbindung zu den übrigen Stadtgründungen des bedeutenden Herzogsgeschlechts war somit naheliegend.

Zwölf Städte in Deutschland und der Schweiz bilden die Zähringerstädte. Die heutige enge Zusammengehörigkeit reicht in die Gründungszeit der meisten Städte zurück. Allen ist gemeinsam, dass sie zum Besitztum der Herzöge von Zähringen gehörten, die mit einheitlicher Rechtssprechung und der Verleihung von zahlreichen Rechten an die Orte eine fortschrittliche Regierung über ihre großen Ländereien führten. Die meisten Städte wurden gar von ihnen gegründet. Stammsitz der Zähringer ist die Limburg bei Weilheim an der Teck, die von Bertold I. erbaut wurde. Auch die erste Grablege, St. Peter bei Weilheim, geht auf seine Gründung zurück. Nach seinem Tod 1078 teilten die Brüder Hermann I. und Bertold II. die Ländereien auf. Markgraf von Limburg/Verona, Hermann I. blieb in der Baar. Aus seinem Geschlecht gingen die Markgrafen von Baden hervor, welche bis ins 19. Jahrhundert weiterbestanden.

Bertold II. zog nach Westen und baute bei Freiburg im Breisgau die Burg Zähringen, nach welcher die Herzöge sich fortan nannten. Bertold V. war im Jahr 1197 gar Thronkandidat für den verstorbenen Heinrich VI. Der Zähringer verzichtete aber auf das Amt. Sein Gegenkandidat, Philipp von Hohenstaufen, galt ihm den Rückzug mit der Verleihung der Reichtsvogtei Schaffhausen ab. Auf Bertold V. geht die Gründung der schweizerischen Bundeshauptstadt Bern zurück. Dies um seinen Einfluss im Südwesten zu stärken. In Freiburg im Breisgau begann er mit dem Bau des Münsters. Die Fertigstellung erlebte er aber nicht mehr und im Jahr 1218 endete das Zähringergeschlecht mit seinem Tode. Bertold V. fand seine letzte Ruhestätte im Freiburger Münster. Die großen Ländereien gingen an verschiedenste Besitzer und somit teilte sich nun die Geschichtsschreibung der 12 Zähringerstädte.

Am 28./29. April 1990 trafen sich in  Weilheim die Vertreter der Städte Bern, Bräunlingen, Burgdorf, Freiburg, Fribourg, Murten, Neuenburg, Rheinfelden, St. Peter, Thun, Villingen-Schwenningen, die von den Zähringern gegründet bzw. ausgebaut worden waren, und erklärten, Weilheim in die Städtefreundschaft einzubinden und in die Verbindung aufzunehmen. Ihren gemeinsamen geschichtlichen Ursprung pflegen diese Städte durch gezielte Kontakte und regelmäßige Treffen. Obwohl Weilheim keine Zähringergründung ist, waren in den vorangegangenen Jahren die Kontakte zur den Zähringerstädten enger geknüpft worden, weil die Zähringer ihre Stammburg auf der Limburg hatten.

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