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Limburg - der Weilheimer Hausberg
Impressionen und Geschichte

Die Geschichte der Limburg

Die Limburg
Es war vor hundertausenden von Jahren, die Jurazeit war vorüber, der Meeresboden hatte sich gehoben und das Jurameer war aus unserer Gegend zurückgewichen. An seine Stelle war eine hügelige Hochfläche getreten: die schwäbische Alb. Das Erdinnere war noch nicht zur Ruhe gekommen, mächtige Explosionen rissen die obersten Erdschichten auf. Das emporgerissene Gestein fiel in die Krater zurück und verfestigte sich dort wieder zu Basalttuff. Anderenorts bildeten sich Gänge in denen sich Lava sammelte, die bis unter die Erdoberfläche ragten. Als in den darauffolgenden Jahrtausenden die obersten Erdschichten immer mehr abgetragen wurden, erwiesen sich die durch die Explosionen und den Aufstieg der Lava gebildeten Basalttuffpfröpfe als widerstandsfähiger gegen Abtragung als das Kalkgestein, wodurch sich eine Landschaft voller Hügel und Berge herausbildete. Auch die Limburg - der Hausberg der Weilheimer - ist ein solcher erdgeschichtlicher Zeitzeuge.

Funde haben erwiesen, dass der Braunfirst und die Ebene des Pfundhardthofes schon in der Mittelsteinzeit (ca 10000 bis 3000 v. Chr.) von Menschen besiedelt war und auch damals schon die Limburg zwar nicht als Wohn-, wohl aber als Kulstätte gedient hat.

Aus der Jungsteinzeit (ca. 3000 bis 1800 v. Chr) stehen Funde wie z.B. der Tulpenbecher und verschiedene Steinbeile zur Verfügung, die auf ein Volk hinweisen, das von Westen her eingewandert war. Es wird angenommen, dass für diese Menschen die Limburg nicht nur Kult
Blick über Hepsisau zur Limburg
- sondern auch Wohnstätte war. Man nennt sie Michelsberger, aber nicht nach der Limburg, die im Mittelalter auch Michelsberg hieß, sondern nach dem Michelsberg bei Bruchsal.

Aus der Bronzezeit (ca. 1800 bis 800 v. Chr.) gibt es leider keine Funde die eine Besiedlung der Limburg belegen, wohl aber aus der Früheisenzeit (ca. 800 bis 400 v. Chr). In diesem Zusammenhang findet sich auch eine alte Eisenverhüttungsstelle in der Nähe des Pfundhardthofes. Für die damaligen Bewohner war die Limburg eine Festungsanlage, deren Spuren man heute noch in Form des deutlich sichtbaren Ringwalls um die Bergspitze erkennen kann.Bis zur Römer- und Allemannenzeit (ab ca. 900 n. Chr.) gibt es keine Aufzeichnungen oder Funde, die eine Besiedlung eindeutig belegen würden.

Mit Berthold I., mit dem Barte beginnt die eigentliche Geschichte der Limburg. Berthold stammte aus dem Breisgau und erhielt Weilheim und die Limburg durch seine Heirat mit Richwara aus dem schwäbischen Geschlecht der Alaholfinger. Mitte des 11. Jahrhunderts, als der Hochadel in unserer Gegend allgemein begann Burgen auf Bergen
Streuobstwiesen an der Limburg
zu errichten, erbaute Berthold I. eine Burg auf dem Berg, der bis dahin wahrscheinlich noch Lintberg oder Michelsberg hieß.

Aber nur wenige Jahre nach dem Bau der Burg wurde die gesamte Gegend um Weilheim, inklusive der Burg, im Krieg gegen Heinrich IV. verwüstet. Der Sohn, Berthold II., baute die Burg einige Jahre später wieder auf. Nach seinem Tod 1111 schloß Berthold III. Frieden mit dem Kaiser und zog mit ihm in den Krieg nach Italien. wo er 1123 fiel. Bertholds Bruder Konrad I. grundete darauf hin im Breisgau die Stadt Freiburg, wodurch klar wurde, dass sich das Geschlecht auf seine früheren Besitzungen im Schwarzwald zurückgezogen hatte. Auf die Weilheimer Burg wurden Dienstmannen der Zähringer vom niederen Weilheimer Adel gesetzt.
Weinbau an der Limburg

Später kommt Weilheim den Grafen von Aichelberger zu. Es ist nicht eindeutig nachvollziehbar, ob Weilheim schon zu diesem Zeitpunkt oder erst nachdem die Aichelberger ausgestorben waren dem Kloster St. Peter zukam. Der neue Besitzer baute auf der Limburg die Michaelskapelle, die erst nach der Reformation wieder abgerissen wurde. Ca. 100 Jahre vorher kaufte die Stadt den Berg samt dem umgebenden Gebiet um 100 Pfund Heller. 100 Jahre später wird das Gebiet in "Viertelmorgen" gegen die "neunte Garbe" an das Volk verteilt.


Weinbau an der Limburg

Die vulkanischen Asche, die sich am Fuße des Berges mit schweren Tonen vermischt begünstigt den Anbau der Weinreben an der Limburg. Die sonnige Lage ist eine optimale Bedingung für das Wachstum der Weinstöcke. Aus den Trauben wird Neuffener Täleswein gekeltert. Es ist zwar schon viel gespottet worden über die in dieser Gegend gezogenen Weine, trotzdem werden sie gerne getrunken und wer schon einmal einen Täleswein versucht hat, wird feststellen, daß bei richtiger Behandlung sogar Weine für Feinschmecker erzielt werden können.