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Weilheim Aktuell: Weilheim an der Teck

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Aus dem Gemeinderat

Artikel vom 21.01.2021

Bürgerfragerunde

Keine Fragen aus dem Kreis der Zuhörer.

 

Haushaltsplan 2021 –
Stellungnahmen und Anträge der Wählervereinigungen

(siehe separate Veröffentlichung)

 

Maßnahmen zur Personalbindung und -gewinnung
bei der Stadt Weilheim

Der Vorsitzende des Gemeinderates, Johannes Züfle, zeigte sich erfreut darüber, dass die Wählervereinigungen in ihren Stellung­nahmen zum Haushaltsplan allesamt das Thema Personal aus seiner Haushaltsrede aufgegriffen haben. Für ihn sind die Mitarbeiter das größte Kapital der Stadt. Die Personalbindung und -gewinnung soll deshalb im Jahr 2021 ein Schwerpunkt sein. Zur weiteren Ausführung übergab der Bürgermeister das Wort an Hauptamtsleiterin Daniela Braun.

Als eine sich zuspitzende Herausforderung nannte Daniela Braun den Fachkräftemangel – vor allem bei den Erzieherinnen geht die Bewerberquote gen Null. In Hinblick auf die Kindertagesstätten im Stadtgebiet Weilheim an der Teck erklärte die Leiterin des Hauptamts: „Wir gehen davon aus, dass wir künftig weitere Kita-Plätze benötigen werden.“ In diesem Zusammenhang betonte sie die Sondersituation, die Weilheim im Landkreis Esslingen einnimmt. Denn „unsere Kitas sind ausnahmslos in städtischer Trägerschaft – das erfordert Kapazitäten in der ­Organisation, aber auch Mühe in der Betreuung. Daher sieht sich die Stadt dem Fachkräftemangel besonders ausgesetzt“, so Braun.

Doch das Verwaltungspersonal steht deutschlandweit vor ­großen Herausforderungen: zum einen die herannahende Pensionierungs­welle, zum anderen der Wettbewerb um Fachkräfte, der im Zuge des demografischen Wandels immer ­größer wird. „800.000 Fachkräfte fehlen bis 2030 in den öffentlichen Verwaltungen“, zitiert Braun aus dem Staatsanzeiger. Die Stadt Weilheim hat ihr Personal innerhalb von zehn Jahren um rund 28 % auf 224 Beschäftigte erhöht. Heruntergebrochen auf das rein pädagogische Personal beträgt der Zuwachs sogar rund 83 %. Tendenz: steigend – für 2025 werden insgesamt 245 Beschäftigte prognostiziert. Die Gründe für den steigenden Personalbedarf sind vielfältig. Vor allem sind es immer mehr Aufgaben, die die Stadtverwaltung übernimmt, hinzu kommen der Ausbau der Kinderbetreuung sowie der Ausbau der ­städtischen Infrastruktur, aber auch die Erhöhung der Komplexität der Richtlinien und Gesetzesgrundlagen, die die Kommunen vor ­personelle Herausforderungen stellen.

Die Stadt Weilheim begegnet dem Fachkräftemangel daher seit mehreren Jahren aktiv und intensiv, unter anderem durch Maßnahmen wie die Intensivierung der Ausbildung bei der Stadt Weilheim: Rund 100.000 Euro an Bundes-Zuschüssen konnte die Stadt für die Ausbildungsoffensive im ­pädagogischen Bereich für die Jahre 2019 bis 2022 generieren. Daneben ­steigerte die Stadt ihre Attraktivität als Arbeitgeber in Form von Personal­bindung durch Personalentwicklungsmaßnahmen, ein Fort- und Weiterbildungsprogramm oder auch Nachwuchsrekrutierung durch Führungskräfte-Programm sowie Stärkung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf durch die Möglichkeit zum Homeoffice. Auch mit der Einführung eines professionellen digitalen Bewerberportals und attraktiveren Stellenausschreibungen soll zur Gewinnung von qualifiziertem Personal beigetragen werden.

Aufgrund der Verschärfung der Personalsituation, ins­besondere im pädagogischen Bereich, wurden folgende weitere Maßnahmen vorgeschlagen, die im Haushalt 2021 mit insgesamt 139.000 Euro kalkuliert sind:

 

1.  Umstellung auf die 39-Stunden-Woche: Aus Wettbewerbs- und Attraktivitätsgründen ist eine Angleichung an den TvöD geboten. Für die städtischen Kitas sind dafür aufgrund des Mindestpersonalschlüssels 1,18 zusätzliche Personalstellen im Stellenplan 2021 verankert. Die Kosten hierfür belaufen sich auf rund 64.600 Euro/Jahr.

2.  Kita-Plätze an städtisches Personal: Nach der Kinder­garten­ordnung verpflichtet sich die Stadt Weilheim, ihren ­Bürgerinnen und Bürgern Kita-Plätze zur Verfügung zu ­stellen. Aus Wettbewerbs- und Attraktivitätsgründen spricht sich die Verwaltung dafür aus, bei entsprechender Nachfrage und entsprechendem Angebot, Kita-Plätze auch an städtisches Personal zu vergeben. Die Gebührenordnung für einen Kita-Platz gilt sodann für städtisches Personal analog.

3.  Verfügungszeit und stellvertretende Leitungen: Bei der Stadt Weilheim gibt es bisher keine Stellvertretungen für die KiTa-Leitungen, um die Leitungen zu entlasten und bei deren kurzfristigen Ausfällen. Gerade in großen Einrichtungen führt dies bei einem temporären Personalausfall zu einem hohen Abstimmungsbedarf der Gruppen untereinander. Mittel­fristig soll deshalb in den KiTas die Funktion der stellvertretenden KiTa-Leitung eingeführt und besetzt werden. Die ent­sprechenden Stellenanteile sind für den Haushalt 2022 vorgesehen.

4.  Einschaltung von Personaldienstleistern: Aufgrund des ­eklatanten Fachkräftemangels, insbesondere im ­pädagogischen Bereich, schlägt die Verwaltung vor, bei Bedarf sich an entsprechende Personaldienstleister zu ­wenden.

     
Vorteil ist, dass insbesondere bei einem kurzfristigen Personal­ausfall, der intern nicht zu kompensieren ist und eine Reduzierung der Öffnungszeiten bis hin zur Schließung von ganzen Gruppen zur Folge hätte, über eine Personal­agentur sehr kurzfristig „Aushilfspersonal“ bereitgestellt ­werden könnte. Finanzmittel in Höhe von 20.000 Euro sind im Haushalt 2021 eingestellt.

5.  Entwicklung eines gemeinsamen Markenkerns, eines ­Corporate-Designs sowie einer Arbeitgebermarke – insbesondere eines Social-Media-Auftritts zur Bewerber­akquise: Übergeordnetes Ziel ist die Imagebildung als ­moderner Dienstleister und attraktiver Arbeitgeber. Ein neues, an­sprechendes Corporate-Design soll einer einheitlichen Kommunikation und einem einheitlichen, ­visuellen Erscheinungs­bild aller Bereiche nach innen und außen ­dienen. Parallel dazu soll mit einer gezielten Marketing­strategie auch die Wettbewerbssituation auf dem Arbeitsmarkt gestärkt und dem Fachkräftemangel entgegengewirkt werden. Finanzmittel in Höhe von 47.000 Euro sind im Haushalt 2021 eingestellt.

6.  Job-Rad: In den Tarifverhandlungen vom Oktober 2020 wurde erstmals auch für die Tarifbeschäftigten der öffent­lichen Arbeitgeber die Möglichkeit eingeräumt, Bestandteile des Entgelts zu Zwecken des Leasings von Fahrrädern umzuwandeln. Hierzu least die Stadt Weilheim ein vom Mit­arbeiter im Fachgeschäft selbst zusammengestelltes Rad oder E-Bike und überlässt es dem Arbeitnehmer zur dienstlichen und privaten Nutzung. Zur Stärkung der Arbeit­geber-Attraktivität sollen auch für die Stadt Weilheim in den nächsten drei Jahren je 15 Diensträder geleast und den Mitarbeitern überlassen werden. Nach 36 Monaten kann das Rad vom Mitarbeiter ausgelöst werden.

Die Ausführungen fanden im Gemeinderat größtenteils Zu­stimmung. Einige Unternehmer unter den Mitgliedern des Gremiums brachten eigene Erfahrungsberichte in Zusammenhang mit dem Fachkräftemangel ein. Nach Klärung weniger Fragen beschließt der Gemeinderat mit einer Gegenstimme und einer Enthaltung die Maßnahmen, stellt die entsprechenden Finanzmittel zur Verfügung und ermächtigt die Verwaltung zur Vergabe der Aufträge.

Genehmigung von Spenden –
Einzelgenehmigung zur Annahme von Spenden
Pauschale Annahmeentscheidung 4. Quartal 2020

Bei der Stadt Weilheim sind in den vergangenen Wochen zwei Spenden über 300 Euro eingegangen. Eine Geldspende in Höhe von 5.000 Euro zur Unterstützung der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Weilheim an der Teck sowie eine Sachspende im Wert von 327,91 Euro – ebenfalls für die Freiwillige Feuerwehr. Klein­spenden bis zu einem Betrag oder Wert von 300 Euro können von der Verwaltung ohne vorherige Genehmigung des Gemeinde­rats angenommen werden. Bei Spenden über ­diesem Wert muss zuvor der Gemeinderat über die Annahme ent­scheiden, was er in diesem Fall in der Sitzung einstimmig tat. Die Gelder werden zweckgemäß ihren Begünstigten zugeführt. Die im Jahr 2020 erhaltenen Sachspenden im Gesamtwert von rund 240 Euro an die Stadtbücherei Weilheim wurden ebenfalls pauschal genehmigt.

 

Bekanntgaben und Anfragen

Keine Bekanntgaben seitens der Stadtverwaltung oder An­fragen aus dem Kreis der Gemeinderatsmitglieder.

 

Kontaktdaten

Kontakt

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