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Weilheim an der Teck (Druckversion)

Bewerbung der Stadt Weilheim zur Fairtrade Town

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

die Stadt Weilheim beschäftigt sich verstärkt mit den Themen Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Unser Ziel ist es, die Auszeichnung „Fairtrade Town“ zu erhalten.

Was ist Fairtrade?

Das Fairtrade-Siegel steht für:

• Einen festen Mindestpreis, der die Kosten einer nachhaltigen Produktion deckt

• Eine Fairtrade-Prämie, die von den Bauern-Kooperativen für Gemeinschaftsprojekte verwendet wird

• Das Verbot von Zwangsarbeit und illegaler Kinderarbeit

• Das Verbot von Diskriminierung

• Umweltstandards, die den Gebrauch von Pestiziden und Chemikalien einschränken und gentechnisch veränderte Saaten verbieten

Fairtrade Towns fördern gezielt den fairen Handel auf kommunaler Ebene und sind das Ergebnis einer erfolgreichen Vernetzung von Personen aus Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft, die sich für den fairen Handel in ihrer Heimat stark machen.

Um sich als Fairtrade Town zu qualifizieren, müssen insgesamt fünf Kriterien erfüllt werden.

Unter anderem die Beschaffung und der Verkauf von Fairtrade Produkten, die Bildung einer Steuerungsgruppe sowie gezielte Öffentlichkeitsarbeit, um die Bevölkerung über den Prozess zu informieren. Nach Erfüllung aller Kriterien und Prüfung durch TransFair Deutschland e. V. wird der Titel Fairtrade-Town für zunächst zwei Jahre vergeben. Nach Ablauf dieser Zeitspanne erfolgt eine erneute Überprüfung.

Die Steuerungsgruppe wurde bereits gebildet. Nun gilt es Einzelhändler zu finden, die gesiegelte Produkte aus Fairem Handel anbieten und Cafés und Restaurants, die diese verkaufen bzw. ausschenken.

Fair Trade Produkte sind beispielsweise Kaffee, Kakao, Bananen, Textilien, Reis, Kosmetik, Orangensaft, Blumen u.a… weitere Produkte sind auf www.fairtrade-deutschland.de ersichtlich.

Ebenso werden Schulen, Vereine und Kirchen gesucht, die Fairtrade Produkte verwenden und Bildungsaktivitäten zum Thema „Fairer Handel“ durchführen oder bereits durchgeführt haben.

Wenn auch Sie nun Lust bekommen haben, die Stadt Weilheim auf dem Weg zur Fairtrade Town zu unterstützen und Sie bereits Fairtrade Produkte vertreiben, eine Bildungsaktivität zum Thema durchgeführt haben, oder nun neu einsteigen wollen, füllen Sie bitte das für Sie zutreffende Formular aus, dieses können Sie rechts oben auf dieser Seite abrufen.

Rücksendefrist ist der 05. Juli 2019.

Zusätzlich soll ein Einkaufsführer entstehen, der beschreibt, in welchen Geschäften Fairtrade-Produkte angeboten werden.

Wenn Sie mitmachen möchten, melden Sie sich bitte bei Evi Becker, Telefon 07023/106-116 oder per E-Mail: e.becker(@)weilheim-teck.de.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme, lassen Sie uns gemeinsam Fairtrade Town werden.

Fairtrade-Stadt - Bildung einer Steuerungsgruppe

Die Stadt Weilheim bewirbt sich für die Auszeichnung Fairtrade-Stadt.

Nun hat ein erstes Treffen zur Bildung einer Steuerungsgruppe im Bürgerhaus stattgefunden. Bürgermeister Züfle zeigte sich erfreut, dass zahlreiche Mitstreiter erschienen sind, um das Thema Fairtrade/Nachhaltigkeit voranzubringen.

Hauptanliegen der Beteiligten war, dass mit der Zertifizierung zur Fairtrade-Town die Bewusstseinsbildung im Fokus stehen soll. Was ist Fairtrade? Was heißt Nachhaltigkeit? Warum ist das Zusammenspiel von regionalen und Fairtrade-Produkten so wichtig?

Das Fairtrade-Siegel steht für:

  • Einen festen Mindestpreis, der die Kosten einer nachhaltigen Produktion deckt

  • Eine Fairtrade-Prämie, die von den Bauern-Kooperativen für Gemeinschaftsprojekte verwendet wird

  • Das Verbot von Zwangsarbeit und illegaler Kinderarbeit

  • Das Verbot von Diskriminierung

  • Umweltstandards, die den Gebrauch von Pestiziden und Chemikalien einschränken und gentechnisch veränderte Saaten verbieten

Fair-Trade-Produkte sind beispielsweise Kaffee, Kakao, Bananen, Textilien, Reis, Kosmetik, Orangensaft, Blumen u. a.

Alle Teilnehmer waren sich einig, dass das Siegel als Türöffner für weitere Aktionen im Sinne der Nachhaltigkeit dienen soll. Regionale Produkte sollen keineswegs verdrängt, sondern weiterhin gefördert werden.

Weiter wurden konkrete Maßnahmen zum Erhalt der Auszeichnung zur Fairtrade-Stadt diskutiert. Es soll eine Bestandsaufnahme erfolgen: Hierzu sollen die Weilheimer Einzelhändler, Vereine, Schulen und Kirchen angeschrieben und eingeladen werden mitzumachen.

Daraus könnte dann beispielsweise ein Einkaufsführer entstehen, der beschreibt, in welchen Geschäften Fairtrade-Produkte angeboten werden.

Weitere Maßnahmen für die Zukunft wurden angeregt: Vorträge zum Thema Nachhaltigkeit, Betriebsbesichtigungen, die Vernetzung mit anderen Städten und Gemeinden, Maßnahmen zur Öffentlichkeitsarbeit und Bildungsarbeit.

Abschließend haben sich Eve Neubold-Sigel, Jesse Burgmann, Gregg Young, Gabriele Rolfs, Renate Kuck, Bürgermeister Züfle und Evi Becker, bereit erklärt der Steuerungsgruppe beizutreten. Sprecher der Steuerungsgruppe ist Jesse Burgmann.

Mit dem gemeinsamen Ziel, den fairen Handel ins öffentliche Bewusstsein zu rücken und den Konsum von Fairtrade- sowie regionalen Produkten zu fördern, treffen sich die Mitglieder der Steuerungsgruppe in regelmäßigen Abständen.

Alle Interessierte, die sich gerne mit einbringen möchten, sind natürlich herzlich willkommen, Informationen erhalten Sie bei Frau Evi Becker, Telefon 106-116 oder unter e.becker@weilheim-teck.de.

Im Detail

Die Stadt Weilheim an der Teck soll „Fairtrade-Stadt“ werden. Dies hat der Gemeinderat in seiner öffentlichen Sitzung am 11.12.2018 so beschlossen.

Die weltweite Kampagne „Fairtrade-Towns“ startete im Jahre 2000 in Großbritannien. Zudem gibt es Fairtrade-Dörfer, -Landkreise, -Inseln, -Schulen, -Universitäten und sogar mit Wales die erste "Fairtrade Nation". In über 30 Ländern weltweit bewerben sich Städte um den Status „Fairtrade-Town“. Fünf Kriterien müssen erfüllt sein, um „Fairtrade-Town“ zu werden. Nach Erfüllung aller Kriterien und Prüfung durch TransFair Deutschland e.V. wird der Titel „Fairtrade-Town“ für zunächst zwei Jahre vergeben. Nach Ablauf dieser Zeitspanne erfolgt eine Überprüfung, ob die Kriterien weiterhin erfüllt sind.

  1. Es liegt ein Beschluss der Kommune vor, dass bei allen Sitzungen der Ausschüsse und des Rates sowie im Bürgermeisterbüro Fairtrade-Kaffee sowie ein weiteres Produkt aus Fairem Handel verwendet werden. Es wird die Entscheidung getroffen, als Stadt den Titel „Fairtrade Stadt“ anzustreben. Da bei den Sitzungen des Weilheimer Gemeinderates grundsätzlich keine Bewirtung erfolgt,  werden dafür die Präsentkörbe der Stadt Weilheim mit mindestens 2 fair gehandelten Produkten bestückt.
  2. In mindestens 4 Einzelhandelsgeschäften werden gesiegelte Produkte aus Fairem Handel angeboten und in mindestens 2 Cafés und Restaurants verkauft bzw. ausgeschenkt.
  3. In öffentlichen Einrichtungen (in jeweils einer Schule, einem Verein und einer Kirche) werden Fairtrade-Produkte verwendet und es werden dort Bildungsaktivitäten zum Thema „Fairer Handel“ durchgeführt.
  4. Die örtlichen Medien berichten über die Aktivitäten auf dem Weg zur „Fairtrade-Town“. Es werden mindestens vier Artikel pro Jahr gefordert.
  5. Es wird eine Steuerungsgruppe gebildet, die auf dem Weg zur „Fairtrade-Town“ die Aktivitäten vor Ort koordiniert. Sie besteht aus mindestens drei Personen aus den Bereichen

  • Städtische Verwaltung/Politik
  • (Einzel-) Handel, oder aus Gastronomie (Wirtschaft)
  • z. B. ein Vertreter aus der lokalen Agenda Gruppe (Zivilgesellschaft)

Zudem ist es wünschenswert, dass auch andere Akteure aus weiteren Bereichen, wie z. B. aus Schulen, Vereinen oder kirchlichen Einrichtungen vertreten sind.

Wenn Sie mitmachen wollen oder weitere Infos zu dem Thema wünschen, wenden Sie sich bitte an Evi Becker, Telefonnummer: 07023 106-116.

http://www.weilheim-teck.de/index.php?id=226&L=0