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Gemeinderat Archiv: Weilheim an der Teck

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Aus dem Gemeinderat

Artikel vom 14.11.2019

1. Bürgerfragerunde
Eine Stimme aus den Reihen der Zuhörer beklagte die verkehrstechnisch angespannte Situation im unteren Bereich der Kirchheimer Straße in Richtung Lange Morgen auf Höhe des Neubaugebiets. Durch dort geparkte Autos entstünden immer wieder Gefahrensituationen und der Verkehrsfluss sei oft stockend. Ordnungsamtsleiter Helmut Burkhardt erklärte, dass dort eine Beschilderung den Verkehrsfluss und das Parken klar regelt, diese Regelungen jedoch gelegentlich nicht eingehalten werde. Bürgermeister Züfle sicherte zu, den Wunsch nach verstärkten Kontrollen durch den Gemeindevollzugsdienst aufzunehmen.

2. Modernisierungskonzept 2019ff.
Bürgermeister Züfle erläuterte das Modernisierungskonzept 2019, welches alle rund 60 städtischen Einrichtungen und Liegenschaften umfasst. Auf der Basis von Bestandserhebungen wird das Konzept regelmäßig fortgeschrieben, spätestens alle zwei Jahre. Als lebendiges Werk liefere es nun zum Beginn einer Legislaturperiode einen guten Überblick über technisch notwendige Modernisierungsmaßnahmen, so der Vorsitzende.
Systematisch umfasst das Konzept nicht nur jedes Gebäude, sondern vielmehr die einzelnen Aufgaben. In den Jahres-spalten 2019 bis zum Zeitraum 2029 sind Schätzwerte für anfallende Kosten sowie die grobe zeitliche Einordnung, wann die Verwaltung aus technischer Sicht die Sanierung oder Modernisierung angesiedelt sieht.
Weiter führte Bürgermeister Züfle an, dass bereits große Meilensteine wie die Generalsanierung des Freibads, der Kita-Neubau oder die Planung der Turnhalle an der Limburgschule geschafft sind. Herausgreifend aus dem Planwerk sind als große Posten die Generalsanierung oder der Neubau des Feuerwehrhauses und des in die Jahre gekommenen Kindergartens in Hepsisau zu nennen. Auch die Limburghalle steht mit geschätzten 10,5 Mio. Euro Sanierungsaufwand oder einem Neubau und weiteren 100.000 Euro für sofort erforderliche Brandschutzmaßnahmen auf der Agenda. Aus aktuellem Anlass der Luftwertmessungen am Bildungszentrum Wühle sind die dort angestrebten Maßnahmen priorisiert worden. Zwar ist die Stadt hier mit einem blauen Auge davongekommen und es waren keine Unterrichtsverlegungen von Nöten, dennoch ist die mittelfristige Sanierung des Gebäudes im Gutachten verankert und wird vom Stadtbauamt mit einer Größenordnung von rund 4,5 Mio. Euro kalkuliert. Abschließend lenkte Bürgermeister Züfle den Blick auf neu hinzugekommene Aufgaben wie beispielhaft die Digitalisierung der Schulen mit Kosten von gut einer halben Million Euro.
Dem Bereich Tiefbau liegt mit der digitalen Straßenzustandsmessung mittels der Software „vialytics“ eine gänzlich neue Beurteilung zugrunde, welche Stadtbaumeister Jens Hofmann anschaulich darstellt. Dieses System eines Stuttgarter Start Ups erfasst vollautomatisch sämtliche Straßen über ein an der Windschutzscheibe befestigtes Smartphone fotografisch und liefert mit Bilddatei und genauem GPS Standort eine objektive Auswertung zum Zustand. In der städt. Übersicht lassen sich ganze Straßen wie auch einzelne Abschnitte sehr detailliert anzeigen.
Mit der zusätzlich aufgearbeiteten Karte zur Häufigkeit der Rohrbrüche ist eine Fortschreibung des Modernisierungskonzepts sehr passgenau zur entsprechenden Dringlichkeit möglich. Die Priorisierung fußt auf allen Straßenparameter, dem Belag sowie den Wasser- und Abwasserleitungen. Zwischenzeitlich sind jedoch Rohrbrüche oftmals mit der Inliner Methode ohne Aufgrabungsnotwendigkeit zu beheben.
Im Detail sind 2020 der Reutenberg und der Amselweg in Planung, da man hier die Sanierungen an Maßnahmen der Netze BW anknüpft. Bis 2022 sind die Lindachstraße aufgrund der schlechten Zustandsbewertung sowie die Kelterstraße vorgesehen. Diese muss jedoch in Anhängigkeit der Entwicklungen an der Limburgschule sowie entsprechend den Planungen um das Baugebiet und die Zufahrtswege Gänsweide III gesehen werden und wird daher noch etwas zurückgestellt. Abschließend sticht die Ortsdurchfahrt Hepsisau mit deutsch überdurchschnittlichem Kostenaufwand hervor. Hierzu erläutert der Vorsitzende, dass hier die Abhängigkeit vom Land als Träger der Straßenbaulast sowie die Festlegung des Ausbaustandards Herausforderungen darstellen.
Der Gemeinderat dankte für die gute Übersicht. Eine Ratsstimme regte vermehrte Vor-Ort Begehungen bei größeren Investitionen an, eine andere Stimme bekundete den schlechten Zustand der unteren Rainstraße, die sich auch durch Umleitung der Egelsbergstraße weiter verschlechtert habe. Der Stadtbaumeister zeigt hierzu die Auswertung, welche vorherrschend im Übergang zur Lindachstraße einen schadhaften Zustand aufweist, jedoch in der Gesamtbewertung im Mittelfeld liegt. Ein Gemeinderat regt an, die Sanierung des BZW vorzuziehen. Dies ist jedoch aufgrund des Baufensters in den Ferien sowie umfangreichen Planungen und finanziellen Mitteln erst mittelfristig möglich. Ein Gremiumsmitglied fragte nach einer Schulgebäudeerweiterung an der Limburgschule. Bürgermeister Züfle verwies auf die unlängst im Gemeinderat vorgestellte Bedarfsplanung, die in den kommenden Jahren keinen zusätzlichen Mehrbedarf feststellen ließ.
Der Gemeinderat nahm Kenntnis von der Fortschreibung des Modernisierungskonzepts, das als Grundlage für zukünftige Beratungen und Entscheidungen dient. 

3. Energiebericht 2018
Der Leiter des Bereichs Liegenschaften, Steuern und Abgaben Volker Sigel stellte in Kürze die wichtigsten Größen des städtischen Energieberichts 2018 vor. Die Energie- und Wasserverbräuche sowie Energiekosten und Emissionen liefern einen Überblick und Anhaltspunkt für künftige Modernisierungsmaßnahmen. Im vergangenen Jahr wurden neunzehn öffentliche Gebäude im Energiebericht erfasst und der Bewertung unterzogen.
Künftig neu aufgenommen werden das Freibad und die Kita Schellingstraße.
In der gesamtstädtischen Bewertung blieb der Energiebedarf etwa gleich, der Wasserverbrauch ist leicht gesunken. Durch die Teilnahme an europaweiten Bündelausschreibungen konnten zudem gute Konditionen gesichert werden. Ab dem -kommenden Jahr wird zudem ausschließlich Ökostrom aus regenerativen Energien bezogen.
In der Übersicht aller Gebäude erklärt Sachgebietsleiter Volker Sigel die Verbrauchsbewertung. Zugrunde gelegt wird dabei ein Orientierungswert aus der Datenbank der EnBW, welcher den Wert für ein durchschnittliches Gebäude dieser Nutzungskategorie angibt. Die gemessenen Verbrauchswerte lassen sich auf dieser Vergleichsbasis als gering, normal oder hoch einstufen.
Beispielhaft ist der Energieverbrauch im Rathaus Hepsisau in der Referenzgruppe der Verwaltungsgebäude als hoch bewertet. Die lässt sich durch die Nutzung der vermieteten Wohnungen im Gebäude relativieren. Der hohe Verbrauch im Kindergarten Hepsisau ist dem veralteten Gebäudebestand sowie der ausgeweiteten Nutzung durch eine Krippengruppe zu erklären.
Weitere hohe Verbraucher sind das Rathaus Weilheim durch die neue E-Ladestation in der Tiefgarage sowie die Limburghalle mit veralteter Lichttechnik und das Lehrschwimmbecken mit neuen Pumpanlagen.
Bei den Wasserverbrauchswerten weisen der Kindergarten am Egelsberg und in der Lerchenstraße erhöhte Werte auf. Im Rathaus Weilheim lässt sich dies mit der letztjährig täglich durchgeführten Spülung der Hebeanlage der öffentlichen Toiletten in der Tiefgarage erklären, an der Zipfelbachhalle wurde eine Leckage am Brunnen festgestellt.
Erfreulicherweise lässt sich im Energiebericht belegen, dass Sanierungsmaßnahmen den gewünschten Erfolg zeigen. Zu nennen sind die Dachsanierung am Kindergarten Egelsberg mit nun vermindertem Energieverbrauch, die LED-Umrüstung im Kindergarten Bahnhofstraße, welche im Folgejahr positive Effekte zeigen wird sowie die Bewegungsmelder am Bildungszentrum Wühle. Als Paradebeispiel lässt sich die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED anführen, womit rund drei Viertel des Energieverbrauchs und damit etwa 100 Tonnen CO2 eigespart wurden.
Auf Nachfrage erklärte Volker Sigel, dass der Mehrverbrauch an Wasser am Friedhof in 2016 durch viele Auslaufstellen an den Zapfstellen und keine unterjährigen Ablesungen erst spät festgestellt wurde. Nun seien unterjährige Kontrollen etabliert. Zu bedenken gab ein Stadtrat, dass die zahlreichen Digitalisierungsmaßnahmen in der Folge auch Stromverbrauch mit sich bringen. Angeregt wurde über das Benutzerverhalten Einfluss auf deutliche Spitzenverbraucher zu nehmen und neben den Energiewerten auch die CO2 -Werte, wie anhand der Straßenbeleuchtung beispielhaft dargestellt, für alle Gebäude aufzunehmen.

4. Wasserversorgung –  Bericht der Energieversorgung Filstal
Seitens der Energieversorgung Filstal begrüßte Vorsitzender Johannes Züfle die Herren Wohlfahrt und Naab. In einer Präsentation wurde den Ratsmitgliedern der aktuelle Sachstand zur Betriebsführung der Trinkwasserversorgung und ein Ausblick auf anstehende Maßnahmen gegeben. Zunächst wurden abgeschlossene Maßnahmen seit Mai 2017 beleuchtet, beispielsweise Begehungen mit dem Gesundheitsamt, laufenden Trinkwasseruntersuchungen, die Fortschreibung eines Maßnahmenplans für Notfallsituationen, die kontinuierlichen Verbrauchskontrollen sowie Reparaturen, Wartungen und Neuanschlüsse. Im laufenden Jahr konnten neunzehn Reparaturen erfolgreich durchgeführt werden.
In einer Karte des Wassernetzes der Landeswasserversorgung sowie in einer Karte der Gemarkung ist der Hochbehälter Wolfscherre im Besitz der Landeswasserversorgung und der Weilheimer Hochbehälter Hagelholz zu sehen. Weitere Infrastruktur sind die Druckerhöhungsanlagen Pfundhardthof und Herzogenau sowie ein kleiner Löschwasserbehälter am „-Deutschen Haus“.
Schaubildlich wurde dem Ratsrund der Weg des Wassers von den Hochbehältern über Messstationen in die jeweils eingeteilten Zonen aufgezeigt. Über die aufgeteilten Sektionen und das ultraschallgesteuerte Hilfsmittel LeakControl können Leckagen schnell aufgespürt werden.
Weiter erklärte Herr Wohlfahrt die Differenzen im Wasserbezug und Verkauf. Wasserverluste ergeben sich aus der Differenz der Netzeinspeisung durch die Landeswasserversorgung, die Kornberggruppe und Eigenwasser zur in Rechnung gestellten Netzabgabe an Kunden. Davon abzuziehen sind einerseits nicht abgerechnete Mengen. Dies können bezifferte Mengen für den Bauhof oder Gießwasser sein oder ungemessene Verbräuche zum Beispiel bei Feuerwehreinsätzen. Scheinbare Verluste ergeben sich durch Mess- und Ablesefehler. Pauschal bezahlte Mengen wie zum Beispiel Bauwasser sind ebenfalls in der Differenz zu berücksichtigen.
Weilheim bewegt sich statistisch mit einem Pro-Kopf-Verbrauch von 136 Liter täglich im bundesweiten Mittelfeld. Bei den Schachtsystemen wurde in Weilheim im Zuge von Straßensanierungen beispielhaft an der Egelsbergstraße umgestellt, womit vom alten Württemberger System mit oft parallel geführten Leitungen zum wesentlich wirtschaftlicheren DIN System gewechselt wurde. Dies spart neben Leitungslänge auch Schächte und Hydranten ein.
Ein Beispiel zeigte, dass in Sonderfällen noch Zählerschächte realisiert werden, wenn die Leitung später im überbauten Bereich liegt und keine andere Leitungsführung möglich ist. Sodann wird aus Gründen der Minimierung einer möglichen Haftung ein Schacht vor der Bebauung realisiert, um den Zugang zu den Leitungen und Zählern weiter zu ermöglichen. Auf kritische Nachfrage bekräftigten die Sprecher von EVF, dass man mit den Anliegern immer um eine bestmögliche Lösung ohne aufwändige Schächte bemüht ist.
Das Gremium dankte für den interessanten Sachstandsbericht.


5. Wohnbauflächenentwicklung „Halde III“
 – Verfahrensstand
 – Weiteres Vorgehen

Bürgermeister Züfle legte den Verfahrensstand der Wohnbauflächenentwicklung „Halde III“ im Teilort Hepsisau näher dar. Grundlegend werden Flächen erst zu Wohnbauflächen, wenn die Stadt Eigentümer aller Flächen ist oder werden kann. In den Gesprächen mit den Eigentümern wurde bislang überwiegend, jedoch nicht vollumfänglich die Verkaufsbereitschaft zugesichert.
Ein Miteigentümer einer Erbengemeinschaft verweigert bislang den Verkauf seines Randgrundstücks. Dem Ratsrund wurde vorgeschlagen, dennoch in die konkreten Planungen einzusteigen und am Kauf aller Flächen im Plangebiet festzuhalten. Sollte keine Einigung mit dem verbleibenden Eigentümer gefunden werden, soll eine Planung und Erschließung ohne dessen Flurstück angestrebt werden.
Aus dem Gremium wurde nachgefragt, ob derzeit städtische Baugrundstücke in Hepsisau zum Verkauf verfügbar sind. Der Vorsitzende verneinte dies. Einstimmig sprach sich der Gemeinderat sodann für die weiteren Planungsschritte aus, unabhängig vom Ausgang der Gespräche mit dem Besitzer des Randgrundstücks.

6. Digitalisierungsstrategie – Stand der Umsetzung
Nach der Zustimmung und Verabschiedung der Digitalisierungsstrategie im Februar im Gemeinderat stand nun zum Jahresende ein erster Statusbericht der Maßnahmen an. Eine Übersichtstabelle zeigt die Maßnahmen der entsprechenden Handlungsfelder sowie den zeitlich geplanten Horizont. Zu den beschlossenen Maßnahmen konnte die digitale Agenda um weitere Projekte ergänzt werden. Bürgermeister Züfle gab einen kurzen Überblick.
Eine FTTB/FTTH Planung wird in einem regionsweiten Kooperationsprojekt mit der Telekom langfristig erstellt. Bereits 2020 wird das Gewerbegebiet Tobelwasen mit Glasfaser ausgestattet. Intern wurde Frau Braun als kommunale Digitalisierungslotsin qualifiziert, ein Cybersicherheitscheck steht mittelfristig an, der digitale Veranstaltungskalender langfristig. Als kontaktloses Zahlungsmittel kann derzeit bereits Paypal verwendet werden und die Bodenrichtwertkarte ist ebenfalls bereits statisch online abrufbar. Für die Digitalisierung der Schulen wurden Mittel eingeplant, zunächst wird die Limburgschule ausgestattet, das Bildungszentrum Wühle folgt. Ebenfalls Gelder eingeplant wurde für die RFID Verbuchungstheke der Stadtbücherei, ein digitales Bewerberportal, eine Anmeldeplattform für das Sommerferienprogramm sowie ein Modul auf der Homepage zur Archivierung und Suche von Gemeinderatsdokumenten. Zum 1. Februar 2020 wird das neue Kita-Anmeldeprogramm starten. Übergreifend und im Zusammenhang mit der angestoßenen Offensive Wirtschaftsstandort 2.0 zu sehen sind digitale Zähringer-Stadtführungen, der Wissenstransfer für kleine und mittlere Unter-nehmen sowie ein digitales Schaufenster. Für die Zukunft auf der Agenda steht der digitale Baustellenmelder, die beim Innenministerium beantragten digitalen Bürgerserviceprozesse und ein weiteres Kursangebot der VHS zur digitalen Kompetenz der Bürger.
Hinzugekommen sind die digitale Straßenerfassung mit vialytics (siehe TOP 2), die digitale Fahrgastinfo am zentralen Bushalt, digitale Tonspuren zu den touristischen Hinweisschildern auf der Autobahn sowie der Imagefilm einerseits über die Stadt wie auch über das Jubiläumswochenende. Intern startete im September ein zweijähriges Führungskräfteprogramm mit Inhalten zur Digitalisierung. Zudem wurde die Möglichkeit der Telearbeit an einem Wochentag eingerichtet. Die gut genutzten Apps zur Buchung des Wohnmobilstellplatzes und der Tiefgarage runden das Bild ab.
Eine Stadträtin erfragte die verbleibenden Dimensionen des Breitbandausbaus. Stadtbaumeister Hofmann erläuterte, dass zu den rund 60 Kilometern Straßennetz die jeweiligen Hausanschlüsse kommen, womit sicherlich gut 100 Kilometer zusammenkommen. Weiter betonte die Rätin, dass anstelle einer Fahrgastinfo vermehrt Bemühungen um die Qualität des ÖPNV angestellt werden sollten, beispielsweise, dass alle Schüler auch in Spitzenzeiten befördert werden können.
Auf die Nachfrage zum Stand des digitalen Bürgerservice erklärte die Verwaltung, dass derzeit kein digitales Ausfüllen möglich ist. Einige Formulare aber selbstverständlich auf der Homepage abgerufen werden können.
Auf die Anregung den Cybersicherheitscheck vorzuziehen, wurde erklärt, dass bereits erste Schritte dahin unternommen wurden. Es wurde eine Dienstvereinbarung erlassen zum internen Datenumgang und bei der Mitarbeiterversammlung zum Thema Datenschutz und Sicherheit sensibilisiert.


7. Bericht des Integrationsbeauftragten und des Sprechers AK Asyl
Integrationsbeauftragter der Stadt Thomas Güthle und AK-Asyl-Sprecher Jochen Ziegler berichteten zum Sachstand ihrer Integrationsarbeit.
Von den gut 10.000 Einwohnern in Weilheim haben rund 19 Prozent einen Migrationshintergrund und kommen aus 70 verschiedenen Ländern. Rund 120 Personen wurden Weilheim zugewiesen und sind nun hier auch in Anschlussunterbringung registriert. Dies sind überwiegend erwachsene Männer aber auch 20 Familien mit durchschnittlich jeweils 5 Personen. Wenige davon haben privat Wohnraum gefunden, der Großteil lebt in städtischen Gebäuden oder angemieteten Wohnungen. Diese dezentrale Unterbringung trägt zur Integration bei. Das Netzwerk Integration aus hauptamtlichen und ehrenamtlichen Kräften ist in fünf Handlungsfeldern aktiv: Wohnen, Arbeit, Sprache, Begleitung und Freizeit. Zwei besonders etablierte und viel genutzte Angebote des AK Asyl sind die Kleiderkammer und die Fahrradwerkstatt, wobei dort mehr und mehr die Begegnung und der Austausch in den Vordergrund rücken.
Schwierigkeiten nennen die beiden Akteure in den kulturellen Unterschieden, der Wohnraumnot, den bürokratischen Hürden, rückläufigem ehrenamtlichem Engagement sowie den finanziellen und zeitlichen Möglichkeiten. Eine besondere Herausforderung sei die Gegebenheit, dass einige Geflüchtete nicht arbeiten dürfen, womit die Tagesgestaltung zur Aufgabe wird.
Abschließend betonten Integrationsmanager Thomas Güthle und AK Asyl Sprecher Jochen Ziegler die in Weilheim gelungene Verzahnung und Zusammenarbeit zwischen Hauptamt und Ehrenamt.
Die Stadträte lobten die wertvolle Arbeit und dankten für den Bericht.


8. Gewährung eines inneren Darlehens der Stadt an den Eigenbetrieb Abwasserbeseitigung
Dem Ratsrund wurde in der September-Sitzung die Jahresabschlüsse und Wirtschaftspläne vorgestellt. Dabei zeigte sich im Eigenbetrieb Abwasserbeseitigung ein Kreditbedarf von 1.555.500 Euro.
Dieser Deckungsmittelfehlbetrag entstand durch nicht realisierte Kreditaufnahmen in den Vorjahren. Die gute Liquiditätslage des Kernhaushalts ermöglichte bislang die Finanzierung aus der Einheitskasse in Form eines Kassenkredits. Aufgrund der angestiegenen Höhe des Fehlbetrags würde nun der genehmigte Höchstbetrag der Kassenkredite überstiegen, weshalb die Kreditaufnahme geplant ist.
Mit der soliden Liquiditätslage des Kernhaushalts wird auf die Aufnahme des Darlehens am Kreditmarkt verzichtet, zugunsten eines Darlehens aus dem Kernhaushalt.
In den Wirtschaftsplänen 2018 und 2019 war eine Kreditaufnahme von 1.555.500 Euro geplant und genehmigt. Aufgenommen werden soll ein Darlehen in Höhe der tatsächlich angefallenen Investitionskosten in Höhe von 1,3 Mio. Euro. Das Gremium stimmte dem einstimmig zu.

9. BZW Mehrzwecksportfeld: Ballfanganlage
 – Vergabe Bauarbeiten

Bürgermeister Züfle berichtete, dass im Rahmen der jährlichen Hautpuntersuchungen an Spiel- und Sportanlagen eine erhebliche Materialermüdung am Ballfangzaun am Mehrzwecksportfeld am Bildungszentrum Wühle festgestellt wurde.
Eine Reparatur des Zauns ist nicht mehr wirtschaftlich, daher wurde bereits in den Haushaltsplanungen für 2019 Mittel in Höhe von 40.000 Euro für die Erneuerung eingestellt.
Die Gemeinderäte stimmten mit einer Enthaltung dem Beschlussvorschlag zu, den Auftrag an die Firma Zaun- und Metallbau Stohrer GmbH aus Göppingen zum Preis von 36.122 Euro zu vergeben.

10. Rathaus Weilheim:
Erneuerung Steuerung Heizung - Lüftung
 – Ermächtigung zur Vergabe

Seit dreizehn Jahren ist die derzeitige Wärmepumpenanlage im Weilheimer Rathaus in Betrieb. In dieser Zeit waren immer wieder Reparaturen erforderlich. Um weiterhin eine funktionsfähige Anlage zu erhalten würden nun umfangreichere Maßnahmen anstehen, so Vorsitzender Züfle. Jüngst weißt die Steuerung deutliche Probleme auf, sodass eine zeitnahe Reaktion erforderlich ist. Die Verwaltung schlägt vor, diese speziellen Arbeiten direkt zu vergeben, da eine Ausschreibung überproportionale Ingenieurskosten mit sich bringen würde. Konkret ist die Erneuerung der Steuerungshardware, die Parametrierung und Programmierung der Software, eine Steuerungsoptimierung, die Ertüchtigung der Fernwartung sowie eine Generalüberholung der Anlage erforderlich.
Insgesamt rechnet die Verwaltung mit Gesamtkosten von rund 73.000 Euro, davon 35.00 Euro noch in diesem Jahr.
Die Stadträtinnen und Räte äußerten Unmut, dass bei dieser recht neuen Anlage bereits solche hohen Kosten anfallen. Ein Stadtrat erklärte, in Vorbereitung diese Anlage in Augenschein genommen zu haben und beteuerte die Komplexität und folglich notwendige Vergaben an einen Fachmann. Stadtbaumeister Hofmann pflichtete bei, dass die Firma sich bei jüngsten Sofortmaßnahmen sehr kompetent und zielgerichtet gezeigt habe.
Das Gremium beschloss die Vergabe einstimmig.
 
11. Bekanntgaben und Anfragen
Bürgermeister Züfle gibt den Termin für eine Gewässerschau am 26. November bekannt. Am Häringer Bach wird mit dem Landratsamt die Einhaltung der rechtlichen Vorschriften für Hochwasserschutz und ökologische Gewässerfunktion geprüft. In den nächsten Jahren folgen alle anderen städtischen Gewässer.

Der Tennissteg wurde beauftragt mit einer Frist zum 31. Oktober. Auf Nachfrage wurde die KW 5 als Einbauzeitpunkt mitgeteilt. Die Stadt mahnte mit Hinweis auf die gesetzte Frist und hat die Umsetzung zu einem früheren Zeitpunkt gefordert.

Im Wettbewerb 1000 Zebrastreifen für Baden-Württemberg kam Weilheim leider nicht zum Zug. Daher wird zur Verbesserung der Verkehrssicherheit nun eine Verkehrsschau durchgeführt.

Ein Stadtrat hätte sich mehr Information zu den Baumpflanzaktionen der Bundesbahn gewünscht. BM Züfle verweist auf die Zuständigkeit der Bahn, nimmt die Anregung aber gerne mit.

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