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Sehenswertes: Weilheim an der Teck

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Sehenswertes

Sehenswert in Weilheim ist vor allem der Stadtkern mit seinen charmanten Fachwerkhäusern rund um den Marktplatz. Gegenüber des historischen Rathauses von 1777 erhebt sich die Peterskirche mit ihren wertvollen Wandmalereien aus dem 15 Jahrhundert und der ältesten Barockorgel des Landkreises (1795). Das 2001 sanierte Kapuzinerhaus (1565) beherbergt heute die moderne und gut besuchte Stadtbücherei. Für das Vereinsleben und Feierstunden dient das ansprechende Bürgerhaus aus dem Jahre 1557. Der behutsam sanierte Stadtkern kann über den Altstadtrundweg begangen werden. Der Mühlenweg beschäftigt sich dagegen vorwiegend mit dem Müllerhandwerk und seinen Zeugnissen in unserer Stadt.

Weilheim liegt aber auch klimatisch günstig und landschaftlich besonders reizvoll am Nordabfall der Schwäbischen Alb. Zigtausende von Obstbäumen verwandeln die Landschaft im Frühjahr in ein weißes Blütenmeer; im Sommer wechseln sich goldgelbe Kornfelder mit sattgrünen Wiesen ab; herrlich bunte Laubwälder, gesundes Obst und neuer Wein bestimmen den Herbst, bevor eine ruhige schneebedeckte Landschaft im Winter zu Spaziergängen einlädt. Ein ausgedehntes Wegenetz erstreckt sich entlang des Abltraufs, um der Natur bei Wanderungen oder Radtouren näher zu kommen.

Höchster Weinberg Württembergs

Der höchste Weinberg Württembergs liegt auf der Limburg. Diese Tatsache blieb jahrelang unentdeckt. Erst kürzlich hat eine amtliche Vermessung Gewissheit gebracht. Auf einer Höhe von 531,96 Metern steht der höchstgelegene Rebstock Württembergs. Die Trauben, weißer Silvaner, werden für den Weilheimer Bertoldswein verwendet. Dieser kann beispielsweise beim alljährlichen Kelterhoch verkostet werden.

Wer den höchsten Weinberg besichtigen möchte, beginnt am besten am Parkplatz Friedhof Weinsteige. Von dort aus kann auch der Natur- und Kulturlehrpfad Limburg erwandert werden. Der steile Aufstieg wird mit einer herrlichen Aussicht belohnt.    

Limburg - der Weilheimer Hausberg

Die Geschichte der Limburg - Die Limburg
Es war vor hundertausenden von Jahren, die Jurazeit war vorüber, der Meeresboden hatte sich gehoben und das Jurameer war aus unserer Gegend zurückgewichen. An seine Stelle war eine hügelige Hochfläche getreten: die schwäbische Alb. Das Erdinnere war noch nicht zur Ruhe gekommen, mächtige Explosionen rissen die obersten Erdschichten auf. Das emporgerissene Gestein fiel in die Krater zurück und verfestigte sich dort wieder zu Basalttuff. Anderenorts bildeten sich Gänge in denen sich Lava sammelte, die bis unter die Erdoberfläche ragten. Als in den darauffolgenden Jahrtausenden die obersten Erdschichten immer mehr abgetragen wurden, erwiesen sich die durch die Explosionen und den Aufstieg der Lava gebildeten Basalttuffpfröpfe als widerstandsfähiger gegen Abtragung als das Kalkgestein, wodurch sich eine Landschaft voller Hügel und Berge herausbildete. Auch die Limburg - der Hausberg der Weilheimer - ist ein solcher erdgeschichtlicher Zeitzeuge. Funde haben erwiesen, dass der Braunfirst und die Ebene des Pfundhardthofes schon in der Mittelsteinzeit (ca 10000 bis 3000 v. Chr.) von Menschen besiedelt war und auch damals schon die Limburg zwar nicht als Wohn-, wohl aber als Kulstätte gedient hat.

Aus der Jungsteinzeit (ca. 3000 bis 1800 v. Chr) stehen Funde wie z.B. der Tulpenbecher und verschiedene Steinbeile zur Verfügung, die auf ein Volk hinweisen, das von Westen her eingewandert war. Es wird angenommen, dass für diese Menschen die Limburg nicht nur Kult Blick über Hepsisau zur Limburg - sondern auch Wohnstätte war. Man nennt sie Michelsberger, aber nicht nach der Limburg, die im Mittelalter auch Michelsberg hieß, sondern nach dem Michelsberg bei Bruchsal.

Aus der Bronzezeit (ca. 1800 bis 800 v. Chr.) gibt es leider keine Funde die eine Besiedlung der Limburg belegen, wohl aber aus der Früheisenzeit (ca. 800 bis 400 v. Chr). In diesem Zusammenhang findet sich auch eine alte Eisenverhüttungsstelle in der Nähe des Pfundhardthofes. Für die damaligen Bewohner war die Limburg eine Festungsanlage, deren Spuren man heute noch in Form des deutlich sichtbaren Ringwalls um die Bergspitze erkennen kann.Bis zur Römer- und Allemannenzeit (ab ca. 900 n. Chr.) gibt es keine Aufzeichnungen oder Funde, die eine Besiedlung eindeutig belegen würden. Mit Berthold I., mit dem Barte beginnt die eigentliche Geschichte der Limburg. Berthold stammte aus dem Breisgau und erhielt Weilheim und die Limburg durch seine Heirat mit Richwara aus dem schwäbischen Geschlecht der Alaholfinger. Mitte des 11. Jahrhunderts, als der Hochadel in unserer Gegend allgemein begann Burgen auf Bergen zu errichten, erbaute Berthold I. eine Burg auf dem Berg, der bis dahin wahrscheinlich noch Lintberg oder Michelsberg hieß. Aber nur wenige Jahre nach dem Bau der Burg wurde die gesamte Gegend um Weilheim, inklusive der Burg, im Krieg gegen Heinrich IV. verwüstet. Der Sohn, Berthold II., baute die Burg einige Jahre später wieder auf. Nach seinem Tod 1111 schloß Berthold III. Frieden mit dem Kaiser und zog mit ihm in den Krieg nach Italien. wo er 1123 fiel. Bertholds Bruder Konrad I. grundete darauf hin im Breisgau die Stadt Freiburg, wodurch klar wurde, dass sich das Geschlecht auf seine früheren Besitzungen im Schwarzwald zurückgezogen hatte. Auf die Weilheimer Burg wurden Dienstmannen der Zähringer vom niederen Weilheimer Adel gesetzt.

Später kommt Weilheim den Grafen von Aichelberger zu. Es ist nicht eindeutig nachvollziehbar, ob Weilheim schon zu diesem Zeitpunkt oder erst nachdem die Aichelberger ausgestorben waren dem Kloster St. Peter zukam. Der neue Besitzer baute auf der Limburg die Michaelskapelle, die erst nach der Reformation wieder abgerissen wurde. Ca. 100 Jahre vorher kaufte die Stadt den Berg samt dem umgebenden Gebiet um 100 Pfund Heller. 100 Jahre später wird das Gebiet in "Viertelmorgen" gegen die "neunte Garbe" an das Volk verteilt.

Weinbau an der Limburg
Die vulkanischen Asche, die sich am Fuße des Berges mit schweren Tonen vermischt begünstigt den Anbau der Weinreben an der Limburg. Die sonnige Lage ist eine optimale Bedingung für das Wachstum der Weinstöcke. Aus den Trauben wird Neuffener Täleswein gekeltert. Es ist zwar schon viel gespottet worden über die in dieser Gegend gezogenen Weine, trotzdem werden sie gerne getrunken und wer schon einmal einen Täleswein versucht hat, wird feststellen, daß bei richtiger Behandlung sogar Weine für Feinschmecker erzielt werden können.

Die Peterskirche

Informationsbroschüre zur Peterskirche
Hier können Sie einen kleinen Kirchenführer über die Peterskirche im PDF-Format herunterladen und ausdrucken. Er enthält viele Informationen zu den Malereien der Kirche, Pläne des Innenraumes und geschichtliche Hintergrundinformationen.

PDF Datei Kirchenführer können Sie hier kostenlos herunterladen

Führungen durch die Peterskirche
Die Kirche ist täglich geöffnet. Führungen können beim Ev. Pfarramt Weilheim angemeldet werden

Telefonnummer: 07023 909736
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Die Peterskirche in Weilheim an der Teck

  • Patronizium:
    St. Petrus; Evangelische Stadtkirche seit 1534
  • Dekanat:
    73230 Kirchheim unter Teck

Lage und Geschichte
Ab 769 verzeichnet das Güteverzeichnis des fränkischen Klosters Lorsch mehrere Schenkungen in "Wilheim". Ob damit ein großes Dorf oder ein Zusammenschluss mehrerer Gehöfte bezeichnet wurde, ist ungewiss. Schon vor und noch lange neben der Peterskirche gab es die dem hl. Calixtus geweihte Pfarrkirche auf dem "Kalixtenberg". Von der Peterskirche berichtet im Chor der Kirche das um 1520 gemalte Stifterbild, dass erstmals eine Kirche von Herzog Bertold II. im Jahr 1089 gegründet und von seinem Bruder Bischof Gebhard von Konstanz geweiht wurde.

Die Peterskirche
Überboten wurde diese Nachricht durch die Erforschung der Geschichte der Herzoge von Zähringen, deren Hauskloster und Begräbnisstätte die Abtei St. Peter im Schwarzwald war. Dort wurde überliefert, dass schon die Eltern der genannten Brüder, Herzog Bertold I. und Richwara, am Fuß ihres Burgbergs, der Limburg, in Weilheim im Jahr 1073 eine "Propstei" gegründet hätten. Diese sei 1093 von ihrem Sohn Herzog Bertold II. in den Schwarzwald verlegt und zur Abtei erhoben worden. Aus dieser Zeit rühre der umfangreiche Besitz des Klosters im Neckargau. Daher wurde in St. Peter im Schwarzwald 1773 das 700jährige Klosterjubiläum gefeiert. Daraus schlossen die Forscher, dass die "Propstei" in Weilheim das erste Hauskloster der Zähringer war. Ein Kloster aber ist ohne Kirche undenkbar. Herzog Bertold I. wurde jedoch im Aureliuskloster in Hirsau bestattet. Daraus wurde auf die Zerstörung der Weilheimer "Propstei" vor dessen Tod im Jahr 1078 in den Kämpfen des großen "Investiturstreits" geschlossen und der Wiederaufbau 1089 erklärt.

Im Jahr 1982/1983 konnten zum ersten Mal sämtliche noch vorhandenen Fundamente der 1489 abgebrochenen Kirche untersucht werden Innenansicht. Es war eine dreischiffige, aus Stein erbaute Basilika, 22,3 m lang und 16,5 m breit. Eine 1911 entdeckte gemauerte Grabstelle befand sich in der Mitte dieser Kirche. Von einer älteren Kirche oder einer Zerstörung wurde allerdings keine Spur gefunden. Ein nachträglicher Ausbau des Eingangsbereichs im westlichen Joch zu einer repräsentativen Doppelturmanlage hatte wohl die Aureliuskirche von Hirsau als Vorbild. Auch dort befindet sich in der Mitte des Langhauses ein Stiftergrab. Als Klosterkirche besitzt diese jedoch für die Mönche ein Querschiff und einen gestreckten Chor, während die Peterskirche nur einen etwa quadratischen kleinen Chorausbau erhielt. Auch war in Weilheim kein Anschluss an einen Kreuzgang und die Gebäude der Klausur zu erkennen. War aber die Peterskirche keine Klosterkirche, dann war auch die "Propstei" kein Kloster. Diesen Befunden entspricht die Überlieferung in Hirsau. Danach erhielten Richwara und Bertold I. dort Bestattung und Gedenken als Wohltäter des Klosters. Sie hatten nämlich in Weilheim einen Hof eingerichtet, dessen Ertrag dem Kloster zufiel. Die Vermutung liegt nahe, dass 1073 ihr Sohn Propst Gebhard Xanten verließ, um "propositus", Vorgesetzter des Klosterhofs, der "Propstei" in Weilheim zu werden. Denn nach dem Tod Bertolds 1078 war er der Erbe, der diesen dem Kloster Hirsau bei seinem Eintritt zu eigen geben konnte. Dies war nun möglich, denn inzwischen hatte Abt Wilhelm bei der Reform 1076 die Unabhängigkeit des Klosters Hirsau von den Stiftern, den Grafen von Calw, erreicht. Gebhard wurde Laienmönch und blieb wohl als solcher Probst in Weilheim, bis er 1084 zum Bischof von Konstanz berufen wurde.

In dieser Zeit verabredete Herzog Bertold II. mit Abt Wilhelm die Gründung einer Abtei mit Mönchen aus Hirsau. Er erwarb im Tausch gegen neun Höfe und die Hälfte des Besitzes von Markt und Kirche in Gültstein das Erbe Gebhards zurück, und aus Hirsau entsandte Abt Wilhelm die ersten Mönche. Die Befunde bei dem in dieser Zeit  wohl erfolgten Ausbau der Kirche vor ihrer Weihe lassen jedoch erkennen, dass der Herzog schon einen anderen Standort im Auge hatte.  Der Abtei war eine wichtige Rolle in der Kultivierung des noch unerschlossenen Hochschwarzwalds zugedacht. Um so mehr war sie auf ein ertragreiches Klostergut in mildem Klima angewiesen. Als die Gebäude der Abtei 1093 von Mönchen bezogen werden konnten, kam aus Weilheim kein Prior, geschweige ein Abt mit. Es bleibt die Frage, für wen das Grab in der Kirche angelegt wurde. Der inzwischen verlorene Grabstein trug ein Kreuz, aber keine Barockorgel von Andreas Goll Inschrift. Herzog Bertold I. ist in Hirsau, Bertold II. in St. Peter, Bischo Gebhard jedoch weder dort noch in Konstanz bestattet. Sollte der 1911 gefundene und alsbald verschwundene goldene Ring ein Bischofsring gewesen sein?

Das Kloster St. Peter übte bis zu seiner Aufhebung 1806 die Rechte und Pflichten des Patronats über die Peterskirche und ihre Pfarrstelle aus. Noch wichtiger war, dass es, so weit bekannt, die umfangreichen Vogteirechte der jeweiligen Ortsherrschaft übertrug. Daher bezog der Graf von Aichelberg 1319 die Peterskirche samt Friedhof in die Stadtbefestigung ein, während nun die Pfarrkirche St. Calixtus über Feld lag. 1334 wurde die Grafschaft Aichelberg durch Kauf ein württembergisches Amt mit Sitz des Amtsmannes in Weilheim. Im Frühjahr 1488 übernahm Graf Eberhard "im Bart" hier die Herrschaft. Mit ihm vereinbarte Abt Petrus II. Emhardt wohl bei der Übertragung der Teilvogtei über das Klostergut, die alte Kirche in seiner Heimatstadt Weilheim durch eine größere, "moderne" Stadtkirche mit Hilfe der neuen Einnahmen zu ersetzen. Auf die Vogtsrechte berief sich auch Herzog Ulrich, als er 1534 die Durchführung der Reformation anwies, und das Kirchenwesen neu ordnete.

Zeittafel
1089
Weihe der ersten Kirche, einer romanischen Basilika
1489 Grundstein der spätgotischen Hallenkirche
1517 Innenausbau der Kirche
1601 Renovierung als evangelische Predigtkirche
1765 Barocker Turmhelm errichtet
1982-1985 Gesamtrenovierung zur Bestandssicherung

Weitere Informationen zur Geschichte und Architektur und eindrucksvolle Impressionen erhalten Sie am besten vor Ort oder durch die Publikationen der Evangelischen Kirchengemeinde.

Das Kapuzinerhaus

Kapuzinerhaus im Lichterglanz
Im Jahre 1565 wurde das stattliche Fachwerkhaus und heutige Kulturdenkmal als Schulhaus und Wohngebäude erbaut . Nach wechselvoller Geschichte erwarb die Stadt in den Jahren 1984 und 1985 die geteilt genutzten  Haushälften. 2000 und 2001 wurden der Wohnteil saniert, der Scheunenteil abgebrochen und neu aufgeführt und die Stadtbücherei in dem markanten Gebäude mit 2700 Kubikmetern umbautem Raum untergebracht. Näheres zur Stadtbücherei finden Sie unter der Rubrik für die Stadtbücherei.

Die Kirschblüte

Das Obere Lindachtal zählt zu den größten Kirschenanbaugebieten in ganz Deutschland. Alleine auf der Gemarkung Weilheim stehen rund 71.000 Obstbäume, darunter befinden sich rund 18.000 Kirschbäume. In Hepsisau wurde in den dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts ein Kirschenmuttergarten angelegt. Hier wurden besonders gute Kirschsorten angelegt und die für unsere Umgebung geeignetsten Sorten ausgewählt.

Kontaktdaten

Kontakt

  • Stadtverwaltung Weilheim an der Teck
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  • Faxnummer 07023 106-114
  • E-Mail schreiben

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